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Arte Re: Kampf ums Wasser- Olivenanbau extrem in Andalusien

AKTUELL wieder in der Arte-Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/073399-024-A/re-kampf-ums-wasser/

Arte Re:  und Swiss TV Länge: 30Min (Arte-Reportage) und 45 Min. (Doku Schweiz). Ausstrahlung: September und Okt 2017. Buch/Regie: BettinaPohlmann, Kamera: Ilhan Coskun, Ton: Marvin Dohrmann, Produktion:ECO-Media, 2017

Kurzinhalt: Olivenbäume gehören zur spanischen Mittelmeerregion wie der Zuckerhut zu Rio de Janeiro. Denkt man an Olivenbäume, tauchen vor dem geistigen Auge unweigerlich prächtige Uralt-Gewächse auf. Mit bizarr geformten, knarzigen und verdrehten Stämmen von mehreren Metern Umfang, die Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende genügsam in karger Landschaft überdauerten und dem Menschen flüssiges Gold bescherten. Diese urwüchsigen Symbole des Friedens und der Langlebigkeit, deren Blätter silbrig in der allgegenwärtigen Mittelmeersonne schimmern, sind für viele Menschen einfach Teil des südspanischen Kulturerbes. Dass Olivenbäume einmal für ernste Umweltprobleme sorgen könnten, wer hätte das gedacht? – Doch genau das passiert derzeit in Andalusien.

Genauer gesagt in der „Wüste“ von Almería, einer in Europa einzigartigen Landschaft mit unvergleichlicher Biodiversität, die wegen ihrer Prärietauglichkeit schon oft als Kulisse für Westernfilme herhalten musste.

Denn Investoren pflanzen nicht, wie einst in der traditionellen Landwirtschaft üblich, 100 Bäume pro Hektar, und auch nicht um die 300 Bäume, wie es auf intensiven Plantagen praktiziert wird, sondern auf den Feldern zogen vor eingen Jahren bis zu 2.000 Bäume pro Hektar ein. Da ein Olivenbaum in dieser intensiven Landwirtschaft extrem viel Wasser braucht, zapft man den aquifer an, das uralte Wasserreservoir dieser Gegend. Das hat zur Folge, dass mittlerweile anstatt eines reißenden Baches nur noch ein Rinnsal durch das idyllische Tal fließt. Statt ursprünglich 40 Liter, sind es nur noch 4 Liter die Sekunde. Erste Dörfer wie Gotcha sind bereits verwüstet und von den Bewohnern verlassen. Hier standen einst Orangenbäume, die jetzt vertrocknet sind und nicht mehr zu retten. Damit andere Dörfer am Leben erhalten bleiben und deren Bewohner bleiben können, lassen sie sich einiges einfallen, um den Kampf gegen die Investoren der Olivenplantagen und für den Erhalt des Wassers aufzunehmen. Der Film begleitet einige von ihnen in ihrem täglichen Leben als Landwirte, die um jeden Tropfen Wasser ringen und als Aktivisten, die sich für ihren Lebensraum und die Umwelt einsetzen.

 

 

4 Gedanken zu „Arte Re: Kampf ums Wasser- Olivenanbau extrem in Andalusien

  1. Sehr geehrte Frau Pohlmann,

    ich hatte die Doku bereits auf Youtube gesehen und war sehr begeistert über die Berichterstattung, zumal ich einige Bewohner von Los Molinos del Rio Aguas persönlich kennengelernt habe.

    Wo kann ich die Doku denn offiziell sehen ?

    Bei Arte und Eco media finde ich sie nicht.

    Ich möchte gerne die offizielle Quelle weiterleiten an:

    Dirk Fleck – Autor: Das Tahiti Projekt, MAEVA!, Feuer am Fuss
    Eric Bihl – Autor: Equilibrismus

    Viele Grüße
    Thomas Brandtstaetter

    1. Lieber Herr Brandstaetter, vielen Dank für das Lob, es hat sich ja einiges getan in Los Molinos seitdem. Die Arte Re Dokumentationen werden oft wiederholt, sie sind öffentlich jedoch nur noch einen Monat in der Arte-Mediathek zu sehen. Wann es eine Wiederholung im Fernsehen gibt, kann ich leider nicht beantworten. Vielleicht fragen Sie auch nochmal bei ECO?
      Viele Grüße, Bettina Pohlmann

  2. Hallo Frau Pohlmann,
    vielen Dank für Ihren eindrücklichen Film. Ich habe vor etwa 10Jahren ein recht einfaches Wassergewinnungsystem entwickelt, das dort in Andalusien vielleicht genau richtig wäre.
    Es wäre schön, wenn Sie mir den Kontakt zum Beispiel zu dem Musiker Tim aus Deutschland geben könnten, um mit ihm Kontakt aufnehmen zu können.

    Besten Gruß,
    Andreas Weihmann

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